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Stellungnahmen

18-03-31 Stellungnahme zum Entwurf Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe (03-2018). Lesen Sie hier die komplette Version

16-05-30 Stellungnahme des AAA zur Anhörung im Gesundheitsausschuss am 30.05.2016.
Der AAA spricht sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der drei eigenständigen Ausbildungen in der Pflege aus. Die Spezifika der Berufsbilder müssen erhalten bleiben. Die Gründe lesen Sie hier

16-03-10 Das politische Ziel, dass die Pflegeausbildung mit dem vorgelegten Pflegeberufsgesetz moderner und attraktiver wird, ist nachweisbar nicht haltbar, da eine geplante generalistische Pflegeausbildung ... (weiterlesen)

15-11-26 Stellungnahme des Arbeitskreises zum Referentenentwurf Pflegeberufsgesetz 

10-05-01 Stellungnahme des Arbeitskreises Ausbildungsstätten für Altenpflege (AAA) zu Absichten einer Reform der Pflegeausbildungen

Unsere Standpunkte in der Übersicht.

(Bitte lesen Sie auch unsere "Erklärung vom Edelacker" - Wer wir sind, wofür wir stehen")

Themenbereiche pro kontra
Fort- und Weiterbildung X  
Generalisierte Pflegeausbildung   X
Ausbildung zur Altenpflegehilfe X  
Akademisierung der Regelausbildung   X
Ausbildungsort Schule/Schulrecht X  
Ausbildungsort Praxis/Partnerschaft X  
Ausbildungsvergütung/Angemessenheit X  
Altenpflege in Europa X  
     
     
     

Fort- und Weiterbildung

Wir wollen eindeutig eine gemeinsame Qualifizierung der beteiligten Berufsgruppen in der Weiterbildung (Praxisanleitung, Gerontopsychiatrie, Palliative Pflege, Qualitätsbeauftragte, Management etc.). Wir halten einen länderübergreifenden vergleichbaren Bezugsrahmen für dringend notwendig (NQR).

Warum?

  • Altenpflege wird in interdisziplinären Teams verantwortet.

Generalisierte Pflegeausbildung

Wir sprechen uns gegen die Zusammenführung der verschiedenen Berufe in der Pflege aus.

Warum?

  • Das spezifische Wissen für den altenpflegerischen Bedarf, die Methoden und Kompetenzen der jetzigen Erstausbildung würden nach einer Zusammenführung nicht mehr im bisherigen Umfang zur Verfügung stehen.
  • Die Schülerinnen und Schüler wären in der finanzierenden Ausbildungseinrichtung kaum noch präsent, denn sie müssten zahlreiche Praxiseinsätze absolvieren.
  • In der Altenhilfe wäre ein Fachkräftemangel das Ergebnis, da die attraktiveren oder gesellschaftlich anerkannten Arbeitsplätze im Krankenhausbereich gesehen werden.
  • Tätigkeiten und Inhalte der Pflegeberufe sind zu verschieden. Das bisher garantierte Ausbildungsniveau kann nicht gehalten werden.

Ausbildung zur Altenpflegehilfe

Wir befürworten die Ausbildung zur Altenpflegehilfe im Sinne der schulischen Durchlässigkeit.

Warum?

  • Sie ermöglicht den Zugang zur Altenpflegeausbildung für geeignete Bewerberinnen und Bewerber, die sonst wegen ihres Schulabschlusses nicht gewonnen werden könnten.
  • Wir befürworten einen hohen Anteil an ausgebildeten Altenpflegehelfern anstatt angelernten Kräften.
  • Die Komplexität der pflegerischen Versorgung alter Menschen erfordert eine Qualifikation bereits unter Fachkraftniveau.

Akademisierung der Regelausbildung

Wir lehnen die Ansiedelung der Regelausbildung an den Fachhochschulen (Bachelor) ab.

Warum?

  • Eine grundständige Berufsausbildung muss sich an den Realitäten des Arbeitsmarktes orientieren.
  • Der Bedarf der Einstellungsträger an Absolventen mit diesem hohem Niveau wird nicht umfangreich sein.
  • Die begrenzten Praxisanteile eines Bachelor-Studiums können die notwendigen Fähigkeiten und Fertigkeiten, die Merkmal der Regelausbildung sind, nicht vermitteln.

Ausbildungsort Schule/Schulrecht

Wir treten für eine generelle Zuordnung der Altenpflegeschulen im Schulrecht der Länder ein (in 11 Bundesländern bereits Realität).
Eine Bestandsschutzgarantie für bestehende Schulen muss gegeben sein.

Warum?

  • Um die klare Ansiedelung im System beruflicher Bildung sicherzustellen.
  • Um die Vermittlung von allgemein bildenden Abschlüssen und damit die vertikale Durchlässigkeit zu ermöglichen.
  • Um die Qualifikation der Lehrkräfte akademisch zu definieren und zu garantieren.

Schulen in freier Trägerschaft sollen öffentlichen Schulen in der Finanzierung gleichgestellt werden!

Ausbildungsort Praxis/Partnerschaft

Wir sind der Meinung, dass eine gute Ausbildung auf der Partnerschaft zwischen Praxis und Schule beruht.

Warum?

  • Eine qualifizierte Anleitung ist Voraussetzung für erfolgreiches Lernen.
  • Die Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter sollen die Anleitungszeit auf ihre Arbeitszeit angerechnet bekommen.
  • Die entsprechenden gesetzlichen Regelungen müssen so gefasst sein, dass sie die Ausbildungsbereitschaft der Betriebe nicht verringern (insbesondere im ambulanten Bereich).
  • Die Praxisanleitung soll durch Fachkräfte mit einer berufspädagogischen Qualifikation erfolgen.

Ausbildungsvergütung/Angemessenheit

  • Die Angemessenheit der Ausbildungsvergütung ist im Bundesaltenpflegegesetz fixiert. In entsprechenden Grundsatzurteilen wurde ihre Höhe mit 20 % des Tariflohns festgelegt.
  • Die formelle Gesamtverantwortung trägt hierbei die Schule.

Altenpflege in Europa

Wir setzen auf die Altenpflegeausbildung als Exportartikel.

Warum?

  • Es gibt keine gelungen Lösungen in den europäischen Ländern für eine Ausbildung in der Altenpflege.
  • Die Unterscheidung in den europäischen Ländern zwischen Nursing und Caring trennen die konzeptionellen und administrativen Aufgaben von der direkten Pflege.
  • Eine qualifizierte Altenpflege benötigt sowohl konzeptionelle, administrative und pflegerische Kompetenzen in einer Person (in Deutschland wird das sichergestellt).
  • Es kommen immer mehr Anfragen anderer Länder Europas nach Expertisen für eine Umsetzung der Altenpflegeausbildung; genauso steigt die Nachfrage nach deutschen Absolventen.

Stellungnahme des AAA zur Anhörung im Gesundheitsausschuss

16-05-30

Stellungnahme des AAA zur Anhörung im Gesundheitsausschuss am 30.05.2016.
Der AAA spricht sich für den Erhalt und die Weiterentwicklung der drei eigenständigen Ausbildungen in der Pflege aus. Die Spezifika der Berufsbilder müssen erhalten bleiben. Die Gründe lesen Sie hier 
Warum Altenpflege bei der Umsetzung der Generalistik verliert? Sehen Sie selbst (Grafik)

 

"Mit der generalistischen Pflegeausbildung kann die Altenpflege nur verlieren"