Aktuelle Forschungslage: Große Zurückhaltung bei der "Generalistischen Pflegeausbildung"

17-02

Im Rahmen der Studie des Deutschen Instituts für angewandte Pflegeforschung e.V. (DIP)...

...wurden insgesamt 125 Krankenhäuser, 743 ambulante Pflegedienste, 632 teil-/vollstationäre Pflegeeinrichtungen sowie 196 Bildungseinrichtungen aus NRW zu ihrer Einschätzung einer generalistischen Pflegeausbildung befragt. Dabei wurde deutlich, Krankenhäuser erwarten keine Steigerung der Attraktivität des Pflegeberufes. Im Gegenteil. Sie erwarten bei der Organisation der geplanten Ausbildung erheblichen Mehraufwand. Zudem wird deutlich, dass die Absolventen mit dem neuen Beruf ihn erst nach deutlich mehr Einarbeitung im Krankenhaus ausüben können.

Deutlich kritischer sehen dies laut DIP-Studie ambulante Dienste und teil- bzw. vollstationäre Einrichtungen in NRW. Sie erwarten tendenziell eine Verringerung der Kompetenzen und eine noch deutlichere Steigerung des organisatorischen Aufwandes für die Gestaltung der Ausbildung sowie bei der Einarbeitung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Insgesamt rechnen sie eher mit einem sinkenden Interesse an einer eigenen Ausbildung und sehen den Fachkräfteengpass für ihren Arbeitsbereich eindeutig gesteigert.

Die DIP-Studie finden Sie hier 

 

Im Januar 2017 fragte das Deutsche Krankenhausinstitut e.V. (DKI) auf seiner Internetseite: "Soll die Entscheidung für oder gegen eine generalistische Pflegeausbildung auf die nächste Legislaturperiode verschoben werden?" Dabei sprach sich eine deutliche Mehrheit von 74 Prozent dafür aus, dass die Entscheidung für oder gegen eine generalistische Pflegeausbildung auf die nächste Legislaturperiode verschoben werden soll.

Die DKI-Umfrage befindet sich hier