Die zukünftige Landesregierung von Baden-Württemberg setzt sich für die Beibehaltung der Spezialisierung in den Pflegeberufen ein

16-05-13

In dem Entwurf des Koalitionsvertrags (S.87, Auszug) heißt es:

"Die Zusammenarbeit der Gesundheitsberufe muss gestärkt werden. Für uns ist klar, dass die Qualität der medizinischen und pflegerischen Versorgung in Zukunft nur mit interprofessionellen Teams und durch eine Aufwertung der Gesundheitsfachberufe aufrechterhalten werden kann.

Wir wollen weiterhin die fachschulische Ausbildung als größte Säule in der Pflegeausbildung stärken. Zugleich werden wir uns an den Empfehlungen des Wissenschaftsrates zur Akademisierung orientieren. Anhand von Modellprojekten werden wir Einsatzmöglichkeiten für akademisierte Pflegekräften entwickeln. Wir setzen uns für den Aufund Ausbau eigenständiger Forschung und Promotionsmöglichkeiten ein, um akademische Karrieren im Bereich Pflege zu ermöglichen. Wir setzen uns im Bund für eine Verbesserung der Ausbildungs- und Arbeitsbedingungen der Pflegekräfte, Hebammen und weiterer Gesundheitsfachberufe ein. Wir begrüßen, dass ein neues Pflegeberufegesetz im Bund auf den Weg gebracht wird. Uns ist es wichtig, dass es sich um ein neu zu entwickelndes Berufsbild, nicht lediglich um eine Zusammenführung der bestehenden Inhalte handelt. Wir setzen uns für eine integrative oder modulare Ausbildung ein, bei der eine Spezialisierung am Ende der Ausbildung erfolgt und die hohe Qualifizierung und Professionalisierung in der Pflege erhalten bleibt. Wir fordern außerdem eine stärkere finanzielle Beteiligung der Pflegeversicherung an den Kosten der Ausbildung ein. Wir werden die Beratungsangebote für Wiedereinsteiger in die Gesundheitsfachberufe ausbauen."